Abb. 3 aus [AZ 3 1936, 186]

DRP 636745, International General Electric

"Die auf den Anker eines elektromagnetischen Lautsprechers wirkenden Kräfte nehmen bekanntlich mit der Auslenkung des Ankers aus der Mittellage schnell nach einem nichtlinearen Gesetz zu (Exponent größer als 1), da der Kraftfluß im Luftspalt und damit im gesamten Magneten wesentlich durch die Lage des Ankers bestimmt wird. Um ein Anschlagen des Ankers zu verhindern, ist es deshalb notwendig, eine Federung mit großer Rückstellkraft zu verwenden. Hierdurch erhält man eine hohe Eigenschwingung des ganzen Systems und damit einen schlechten Wirkungsgrad bei tiefen Frequenzen.

Nach dem Patentanspruch soll der Kraftfluß im Magneten dadurch von der Stellung des Ankers unabhängig gemacht werden, daß der Magnet an einer oder mehreren Stellen soweit verjüngt wird, bis das Eisen an der verjüngten Stelle gesättigt ist (Abb. 3). Die groß ausgebildeten Polschuhe bleiben hierbei ungesättigt. Der magnetische Kraftfluß wird jetzt nicht mehr durch Anker (M) und Luftspalt (I und II), sondern durch die Verengung (E) des Magneten bestimmt, die jetzt die Stelle des größten Widerstandes bildet, und die Abhängigkeit der magnetischen Kräfte von der Auslenkung wird annähernd linear. Dies Verfahren entspricht etwa der Linearisierung eines Gleichrichters durch Vorschaltung eines großen Widerstandes. Die Feldstärke und damit der Gesamtwirkungsgrad des Lautsprechers nehmen hierbei natürlich stark ab. Nach den Überlegungen des Patentnehmers soll jedoch der Verlust an Wirkungsgrad tragbar sein im Hinblick auf die Möglichkeit, die Abstimmung des Lautsprechers nach tiefen Frequenzen zu verlegen." (Rubrik "Patentschau", in: [AZ 3 1936, 186])

Abb. 3 aus [AZ 3 1936, 186], auch Abb. 5 in [DRP 636745]