DRP 686343, akustische Laufzeitverzögerung, Günter Flanze und Friedrich Gladenbeck

"Bei der Durchführung von Lautsprecherübertragungen auf ausgedehntem Gelände werden bei der Benutzung mehrerer Lautsprecher leicht auch mehrere Lautsprecher gleichzeitig gehört, die verschiedenen Abstand vom Hörer haben und deshalb einen störenden Laufzeitunterschied aufweisen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird vorgeschlagen, die von der Schallquelle oder von einer gedachten Schallquelle weiter entfernten Lautsprecher mit Zwischenschaltung eines Luftweges zu betreiben, der gleich dem Abstand Lautsprecher—Schallquelle ist. Der Luftweg verläuft hierbei in einem geschlossenen Rohr. Es ist notwendig, daß die Lautsprecher eine leidliche Richtwirkung haben und nicht zur Schallquelle zurückstrahlen." (Rubrik "Patentschau", in: [AZ 2 1940, 112])

 

"Bei der Vermittlung akustischer Darbietungen über mehrere Lautsprecher an eine weit verteilte Zuhörerschaft machen sich akustische Störungen überall dort bemerkbar, wo infolge Auftretens praktisch merkbarer Schallamplituden mehrerer Lautsprecher ein eindeutig homogenes Schallfeld nicht besteht.

Um diese Mängel zu beheben, hat man bei solchen Anlagen die Lautsprecher mit gleich großer Entfernung von der Schallquelle zu Lautsprechergruppen zusammengefaßt und ihnen die elektrischen Impulse mit Verzögerungen zugeführt […]. Nach bekanntem Vorschlag hat man die Schallverzögerung durch Aufzeichnung der elektrischen Impulse auf gleichförmig bewegte endlose Stahlbänder oder -drähte vorgenommen […]. Diese Art der Laufzeitverzögerung ist jedoch mit erheblichen Mängeln behaftet. Der Magnetton beeinträchtigt sehr erheblich die Güte der Übertragung. […]

Die Erfindung beseitigt diese Mängel in einfacher Weise und verbessert die gleichmäßige, ungestörte und qualitativ einwandfreie Tonversorgung des Lautsprecherfeldes." [DRP 686343]