Chronik |
Massenbeschallungen bis 1944 (Auswahl) |
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vor 1900 |
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28.2.1889 |
Demonstration eines lautsprechenden Telephons in der Berliner Philharmonie |
Siemens & Halske |
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ab 1900 |
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31.8.1903 |
Meßters erste Vorführung von Tonbildern in Berlin |
Biophon |
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3.7.1916 |
Phonograph "for large halls, auditoriums and amphitheaters" |
Magnavox |
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Peter Laurits Jensen und Edwin Stewart Pridham, die Begründer der Magnavox Company, melden einen "Sound-Magnifying Phonograph" mit integriertem elektrodynamischem Lautsprecher zum Patent an, der es ermögliche, "any desired volume of sound" zu erzielen [US 1329928]. |
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1919 |
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1919 |
"Victory Liberty Loan" in New York City mit 112 loud-speaking telephones |
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Während des dreiwöchigen "Victory Liberty Loan" in New York City gelingt der Western Electric Company 1919 eine "Spectacular Demonstration of Radiotelephony" [anonym in: Electrical Review 1919]: Die mit Hilfe der im Krieg entwickelten Funktechnik fernübertragenen Reden (u. a. aus einem Flugzeug), zudem vor Ort per Mikrophon abgenommene Ansprachen sowie Musik werden mittels 112 über der Park Avenue aufgehängter "loud-speaking telephones provided with large horns" abgestrahlt; "and in this way thousands of people could hear the voice at the same time." [Secor in: Electrical Experimenter 1920] |
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19.9.1919 |
Woodrow Wilsons elektroakustische vox magna im Stadion von San DiegoAls erster Präsident der USA spricht am 19. September 1919 Woodrow Wilson im vollbesetzten Stadion von San Diego mittels einer elektroakustischen Beschallungsanlage zu ca. 50000 Zuhörern [Shepherd in: Journal of San Diego History 2 1986]. Das erfolgreich arbeitende Public-Address-System stammt von Jensen und Pridham, den Gründern der Magnavox Company, die in den Folgejahren allerdings nicht durch Massenbeschallungsanlagen, sondern durch Rundfunk-Equipment im entstehenden Consumer-Markt (in Deutschland v. a. durch Radiolautsprecher) bekannt wird. Wilsons elektroakustische vox magna wird 1919 durch zwei große Trichterlautsprecher mit elektrodynamischem Antrieb, einen dreistufigen Röhrenverstärker und zwei Mikrophone mit trichterförmigen Schallfängern realisiert. |
Magnavox |
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1920 |
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März 1920 |
erste kommerzielle Public-Address-Anlage angekündigt |
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Nach der erfolgreichen Massenbeschallung des "Liberty Way" in New York City im Jahr zuvor kündigt die amerikanische Firma Western Electric im März 1920 an, eine Beschallungsanlage auf den Markt zu bringen [anonym in: Electrician 1920, 300]. Auch in Deutschland wird eine entsprechende Meldung veröffentlicht [Kr. in: ETZ 38 1920, 758f.]. Dies sei der "möglicherweise früheste Beleg für die Konstruktion von Lautsprechern unabhängig vom Rundfunkbetrieb", vermutet Karl-Heinz Göttert, sich wahrscheinlich auf deutschsprachige Publikationen beziehend [Göttert 1998, 423]. |
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11.11.1921 |
Großübertragungsanlagen in San Francisco und in New York während des "Armistic Day 1921" |
Western Electric |
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1922 |
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17.9.1922 |
Tri-Ergons Tonfilmpremiere in Berlin |
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| [...] | ||||
1924 |
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Februar 1924 |
Rundfunkempfang in der Berliner Skala |
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Gemeinschaftsempfang als Variété-Attraktion – im Februar 1924 werden den Besuchern der Berliner Skala Sendungen der Radiostunde AG mittels einer Lautsprecher-Verstärker-Konstruktion für große Räume von Max. M. Hausdorff (Gesellschaft für Radio-Bedarf, Berlin) vorgeführt. |
M. M. Hausdorff |
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25.2.1924 |
Lautsprecher-Vorträge und -Vorführungen in der Hochschule Charlottenburg
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1924 |
königliche Stentorstimme im Wembley Stadium |
Western Electric und Marconi Co. |
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Mittels einer "Sende- und Public-Address-System-Anlage" wird die königliche Rede zur Eröffnung der "British Empire Exhibition" dem Publikum im Wembley Stadium über 7 "Mammutlautsprecher", den Besuchern der Ausstellung rings um das Stadion über weitere 45 Lautsprecher, der Bevölkerung über den Londoner Rundfunksender zu Gehör gebracht. [Hausdorff in: Radio-Amateur 10 1924, 270f.] |
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1924 |
audiovisuelle Fern-Wahlpropaganda in Frankreich |
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30.11.1924 |
verstärkte Rede des Erzbischofs zur Kölner Glockenweihe |
Siemens & Halske |
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Mit gerade entwickelter Beschallungstechnik von Siemens & Halske wird die Rede des Erzbischofs Dr. Schulte zur Weihe der Domglocke 'Dicker Pitter' auf dem Kölner Domplatz elektroakustisch verstärkt. Ein elektrodynamischer Siemens-Bandlautsprecher mit aufgesetztem Trichter sorgt für die Beschallung der vielleicht 20000 Zuhörer, ein elektrodynamisches Bändchenmikrophon, das auch in Senderäumen des deutschen Rundfunks eingesetzt wird, liefert die Sprechströme. |
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1925 |
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7.5.1925 |
elektroakustische Einweihung des Deutschen Museums in München |
Siemens & Halske |
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1926/27 |
Fortschritte in der Großlautsprecher-EntwicklungIn seinem "Rückblick auf die wichtigsten Arbeiten auf dem Gebiete der Elektrotechnik im Jahre 1926" auf der Jahresversammlung des Elektrotechnischen Vereins am 25.1.1927 stellt der Vorsitzende Dr.-Ing. E. h. Köttgen lakonisch fest: "Auf dem Gebiete der technischen Akustik sind die Großlautsprecher für öffentliche Ansprachen weiterentwickelt worden." [ETZ 7 1927, 221] |
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1927 |
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spätestens 1927 |
mikrophonische Schiedsrichteransagen in Wimbledon |
Std. Tel. & Cables |
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Ostern 1927 |
verstärkte Predigten beim Pontifikalamt im Kölner Dom |
Siemens & Halske |
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Um die architektonisch bedingt schlechte Sprachverständlichkeit im Kölner Dom zu erhöhen, experimentieren Akustiker und Elektrotechniker von Siemens & Halske Anfang 1927 mit einer verteilten Aufstellung von Blatthallern in den stark nachhallenden Kirchenschiffen. Die am Ostersonntag schließlich erfolgreich eingesetzte Anlage wird allerdings wieder abgebaut, "da sie anderweit benötigt wird". [Kölnische Volkszeitung 21.4.1927] |
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1927 |
Rundfunkempfang bei der Fließbandarbeit in den Siemens-Schuckert-Werken |
Siemens & Halske |
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1928 |
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Mai 1928 |
Ausstattung der Funk-Versuchsstelle in Berlin mit Siemens-Beschallungstechnik |
Siemens & Halske |
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Ausstattung mehrerer Räume an der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik zu Berlin mit Protos- und Faltlautsprechern, Bändchen- und Kondensatormikrophonen, bei Bedarf im großen Musiksaal Riesenblatthaller, Verstärker- und Schaltungstechnik. |
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16.11.1928 |
Hitlers erste elektroakustisch verstärkte Massenansprache |
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Im November 1928 berichtet der Illustrierte Beobachter über Hitlers erste elektroakustisch verstärkte Massenansprache. "Die erste öffentliche Hitler-Versammlung in Berlin war unstreitig die größte und eindrucksvollste Kundgebung, die der Nationalsozialismus seit seinem Bestehen zu verzeichnen hat. Und der Berliner Sportpalast, der größte Saalbau des Deutschen Reiches, dessen lichte Spannweite von 43 m in einer Höhe von 28 m rund 2300 qm umfaßt, war sicher der gewaltigste Rahmen, den diese Massenversammlung finden konnte." [IB 27 1928, 336] |
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1928/29 |
Bedarf an Massenbeschallungsanlagen gewachsenIn einer Aufsatzfolge von 1928 über dynamische Lautsprecher, die 1929 auch als Buch erscheint, konstatiert Eugen Nesper den zunehmenden Bau von Großlautsprecheranlagen, weil "das Bedürfnis für die Großwiedergabe von politischen und sonstigen Ansprachen und Ankündigungen usw. sowie von musikalischen Darbietungen mehr und mehr gestiegen" sei. [Nesper 1929, 15] |
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1929 |
Ausrüstung des Deutschen Reichstags mit Beschallungsanlagen |
Siemens & Halske |
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Festinstallation einer Lautsprecheranlage im Plenarsaal (2 Blatthaller) und auf der Pressetribüne (3 Protos-Lautsprecher) sowie einer Nachrichtenübermittlungsanlage (ca. 140 Protos-Lautsprecher) in weiteren Räumen und Gängen des Reichstagsgebäudes. |
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1931 |
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1.10.1931 |
Telefunken übernimmt die elektroakustischen Abteilungen von Siemens und AEG |
AEG, Siemens, Telefunken |
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1931 beschließen die beiden großen deutschen Elektrokonzerne, "das Gesamtgebiet der Elektro-Akustik entwicklungsmäßig bei Telefunken zu vereinen und ebenfalls vertriebsmäßig, soweit es inzwischen nicht schon auf dem Tonfilmgebiet durch die Gründung der Klangfilm G. m. b. h. anders geregelt worden war"; an das gemeinsame Tochterunternehmen übergeben werden "von Siemens: Die Ela-Kernabteilung mit den Sachbearbeitern der Laboratorien, der Vertrags- und der Patentabteilung, von der AEG: In der Hauptsache das Tonfilmlaboratorium und einige Sachbearbeiter auf dem elektroakustischen Gebiet". [Bratke in: Telefunken-Kamerad 1 1937, 6] |
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1931/32 |
elektroakustische Kampfjahre der "deutschen Weltmarke" |
Telefunken |
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Der Leiter der Ela-Abteilung Telefunkens erinnert sich Ende 1936 an die Zeit nach der Übernahme der elektroakustischen Bereiche von den Mutterkonzernen 1931 bis zur sog. Machtergreifung: |
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KPD NSDAP |
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1931/32 |
Beschallungsanlage mit erweitertem Frequenzbereich |
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bisher: 100-6000 Hz
Ziel: 30-10000 Hz |
Rekurrierend auf einen Vorschlag von 1925 [DRP 451662], entwickelt Walter Willms im Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung bis Ende 1931 eine "Schallübertragungsanlage großen Frequenzumfanges". Um den bisher von den besten Anlagen erreichten Frequenzgang von ca. 100-6000 Hz zu erweitern und einen möglichst linearen Frequenzgang "von etwa 30 bis über 10000 Hz" zu erzielen, benutzt Willms neben einem hochwertigen Kondensatormikrophon, Entzerrern, Siebketten und Kraftverstärkern eine Frequenzweiche und zwei Lautsprecher: einen dynamischen Konuslautsprecher für die tiefen und mittleren Frequenzen, einen von Hans Vogt zur Verfügung gestellten elektrostatischen Lautsprecher für den Bereich ab etwa 6000 Hz. Ergebnis des Experiments, das wirtschaftliche Aspekte nicht berücksichtigt habe: Eine Erweiterung des Frequenzbereichs nach hohen Frequenzen sei bei Übertragungsanlagen für Sprache und Musik anzustreben. Verbesserungen bei der Wiedergabe von Rundfunkdarbietungen seien allerdings nur bedingt erzielt worden, und für die Wiedergabe von Schallplatten sei eine Frequenzbanderweiterung zwecklos. [Willms in: ENT 2 1932, 68ff.] |
vgl. DRP 451662 |
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1932 |
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22.5.1932 |
"49 Groß-Lautsprecher beim Avus-Rennen" |
Telefunken |
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Für das vom ADAC ausgerichtete Autorennen in Berlin installiert Telefunken an der Rennstrecke mehrere Beschallungsanlagen, um die Zuschauer über die Ereignisse bei Start und Ziel sowie über die Siegerehrung auf der Avus-Terrasse zu informieren und um sie in den Pausen mit Schallplattenmusik zu unterhalten. |
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1932 |
Beschallungsanlagen für die 'fliegende' Montage |
Dietz & Ritter |
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Mit allen nötigen Bestandteilen ausgestattet ermöglicht die 1932 herausgebrachte Kofferanlage von Dietz & Ritter (Körting) den sicheren Transport und schnellen, umkomplizierten Aufbau von Besprechungs- und Musikübertragungsanlagen bei sportlichen wie politischen Veranstaltungen. |
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1933 |
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1.5.1933 |
Beschallung des Tempelhofer Feldes mit Telefunkens Strategie der verteilten LautsprecherFür die Ansprachen anläßlich der ersten Feier des "Tages der nationalen Arbeit" am 1. Mai 1933 erbaut Telefunken für die Nationalsozialisten eine Massenbeschallungsanlage in bis dato nicht gekannter Größe. Mehrere Kilometer Kabel werden auf dem Tempelhofer Feld verlegt, um zahlreiche über das gesamte Feld verteilt aufgestellte Richtstrahler (Kurztrichter-Lautsprecher) mit den Mikrophonsignalen und mit Strom für die Feldmagnete zu versorgen. Einen nachhaltigen Erfolg mit dieser Strategie der verteilten Lautsprecheraufstellung können die Telefunken-Ingenieure allerdings erst ein Jahr später erzielen, wenn sie zum 1. Mai 1934 die hierzu besser geeigneten Rundstrahler (Pilzlautsprecher) erstmals einsetzen. |
Telefunken |
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1934 |
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25.2.1934 |
reichsweit synchronisierte Massenvereidigung von NSDAP-Amtswaltern
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Telefunken u. a. |
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1.5.1934 |
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1934 |
synchrone Aufmarsch-Choreographie dank Telefunken-Pilzlautsprechern |
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Auf dem 1934er Reichsparteitag, "dieser kriminellen Hommage an Bayreuth" [Schmölders in: "Ganz Ohr" 2002, 68], überzeugt Telefunkens Beschallungsanlage nicht nur durch gute Klangeigenschaften bei der Übertragung von Ansprachen und Musik. Durch die 45 gleichmäßig verteilten Pilzlautsprecher in der Luitpoldarena [Sta. in: Telefunken Nachrichten 1 1934] können nun auch Choreographie-Befehle nahezu zeitgleich an die ca. 100000 Aufmarschierten gegeben werden, was eine synchrone Kommandoausführung in der von den Nationalsozialisten gewünschten Präzision erst ermöglicht. |
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1.10.1934 |
Bückeberg |
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1934 |
Massenbeschallungen im Freien – Jahresrückblick auf 1934
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1935 |
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Anfang 1935 |
erstes zentral kontrollierbares Stadt-BeschallungssystemAnfang 1935 erstellt Telefunken für die NSDAP in Bremen das erste zentral fernsteuerbare Beschallungsanlagen-System. Die auf vier öffentlichen Plätzen in Bremen installierten Anlagen lassen sich vom Sitz der NSDAP-Kreisleitung aus ein- und ausschalten und mit Rundfunkübertragungen beschicken - die nötigen Signale werden direkt vom Bremer Sender geliefert. Zudem stehen bei der NSDAP-Kreisleitung und im Rathaus Mikrophone für "Reportagen" bereit. [Bree in: Telefunken Nachrichten 3 1935] |
Telefunken |
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15.2.1935 |
Gemeinschaftsempfang bei Opel über die neue Werkslautsprecheranlage |
Telefunken |
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Mit dem Gemeinschaftsempfang der Rede Hitlers nach der Saarabstimmung am 15.2.1935 wird die Großbeschallungsanlage von Opel eingeweiht, die Telefunken für den größten deutschen Automobilhersteller auf dessen Werksgelände in Rüsselsheim installiert hat. |
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17.3.1935 |
Lautsprecheranlage zum Heldengedenktag in der Berliner Innenstadt |
Telefunken |
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1935 |
Beschallungsanlagen – Zusatzgeschäft für den Rundfunkhändler |
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Gemeinschafts- |
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1936 |
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2.5.1936 |
elektroakustisches Großprojekt "KdF-Seebad Rügen" |
Telefunken |
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Am Jahrestag der Zerschlagung der Gewerkschaften erfolgt die Grundsteinlegung für eines der größten begonnenen Bauvorhaben der Nationalsozialisten, dem vom Kölner Architekten Clemens Klotz entworfenen KdF-Seebad Rügen, "das mit einer der größten elektroakustischen Anlagen ausgerüstet wird, die je gebaut wurde". "Der etwa 8 km lange Bau" entlang des Strandes soll nach Angaben Telefunkens "über 700 Lautsprecher und mehr als 100 Mikrofonanschlußstellen" erhalten. Unter anderem soll die gesamte Strandpromenade mit Lautsprechern bestückt werden. "Die Verstärkerleistung beträgt ungefähr 16 kW." [Telefunken 5 Ela 361, 8f.] |
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1937 |
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1937 |
Telefunken erhält den "Grand Prix Paris 1937"
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Telefunken |
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1937/38 |
NS-Feier der Wintersonnenwende mit 7000 Watt in Nürnberg |
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Unterstützt von Siemens, Telefunken und TeKaDe installieren Oskar Vierling und seine Mitarbeiter vom Insitut für Schwingungsforschung der Berliner Technischen Hochschule auf der Nürnberger Burg die mit einer Verstärkerleistung von 5000 Watt angeblich größte Beschallungsanlage Europas, um mit Riesentrichtern von den beiden Türmen der Burg aus die Umgebung zu beschallen. Eine zweite Anlage mit 2000 Watt versorgt weitere 43 auf dem Stadtring verteilt aufgestellte Lautsprecher. [Vierling in: AZ 2 1938] |
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1938 |
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23.-31.7.1938 |
"Musik aus der Erde!" – Bodenlautsprecher beim Turn- und Sportfest Breslau |
Telefunken |
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