Lexikon

 

Klirrfaktor

 

 

   
 
   

 

 

"Mit Klirrfaktor bezeichnet man den prozentualen Gehalt der dem Lautsprecher zugeführten elektrischen Sprechleistung an Obertönen, die im Verstärker neu zum ursprünglichen Klangbild dazugekommen sind." [Wigand in: Elektroton 4 1935, 166]

   
         
   

"Der Klirrfaktor eines Gerätes für elektroakustische Anlagen ist das Maß für die in diesem Gerät auftretenden Verzerrungen. Er ändert sich mit der Aussteuerung und darf bei keinem Gerät zu groß werden, da das schlechteste Gerät die Qualität der Übertragung begrenzt." [Telefunken 25 Ela 200, 43]

   
         

1937

       
   

"Wenn man die Forderung stellt, daß die durch die nichtlinearen Verzerrungen bedingte Klangverschlechterung sprachlicher und musikalischer Darbietungen mit Sicherheit unhörbar bleiben soll […], und zuläßt, daß reine Töne und einfache Tongemische, wie sie in der Praxis nur äußerst selten vorkommen, mit einer im unmittelbaren Vergleich feststellbaren Verschlechterung übertragen werden, ergibt sich, daß für die mittleren und hohen Frequenzen ein Klirrfaktor von nicht mehr als 2% anzustreben ist. Für Frequenzen unterhalb 100 Hz ist ein Klirrfaktor von 15% noch zulässig." [v. Braunmühl/Weber in: AZ 3 1937, 147]