Ein Nachteil des gewöhnlichen elektromagnetischen Systems und auch des verbesserten Vierpolsystems (Abb. 30), daß bei großen Amplituden die Membran oder der Anker gegen die Polschuhe schlägt, somit also keine großen Lautstärken erzielt werden können, wird durch das sog. Induktorsystem behoben.
"Wir haben hier wieder einen permanenten Magneten d, dessen Polschuhe p 1 und p 2 halbkreisförmig ausgeschnitten sind. Diesen Polschuhen steht ein Anker p gegenüber, der um den Punkt a drehbar ist und hinter seinem Drehpunkt durch einen Winkel D mit der Konusmembran M verbunden ist. Um den Anker p ist eine Spule s gewickelt. Wird die Spule durch die Sprechströme durchflossen, so erfährt der Anker eine entsprechende Erregung, die dazu führt, daß der Anker gemäß dem Grundsatz, daß ungleiche Magnete sich anziehen, gleichnamige sich abstoßen, wechselweise zum Polschuh p 1 oder zum Polschuh p 2 pendelt. Die Membran M erfährt entsprechende Bewegungen." [Fitze 1930, 40 u. Abb. 32]