"[…] Bei der Lösung der Lautsprecherfrage kommt es darauf an, der Membrane ein solches Anpassungsvermögen zu geben, daß sie auf die hohen sowie niedrigen Frequenzen gleich gut anspricht. Dieses ist bei dem großen Tefag-Lautsprecher (Abb. 1) dadurch erzielt worden, daß man der Membrane eine ganz besondere Vorspannung gab und sie so lagerte, daß sie selbst bei schnellen Frequenzänderungen rasch folgen kann. Das Material, aus dem die Membrane besteht, ist ferner so gewählt, daß auch bei starker Belastung sie nicht überanstrengt werden kann.
[…] Bei dem Tefag-Lautsprecher (Abb. 2), der sonst wie ein normales Telephon arbeitet, sind die Abmessungen der Membrane sowie der Lufträume, einschließlich des Trichters, so eingerichtet, daß er auch die Holzinstrumente weich wiedergibt und trotzdem selbst bei größter Lautstärke nicht klirrt, was bei fast allen anderen Lautsprechern noch nicht erreicht worden ist. […]
Trichter-
lautsprecher
Rundfunkempfang in großen Räumen und Sälen
Bei der Entwicklung des Tefag-Lautsprechers wurde darauf geachtet, daß eine reine und lautstarke Übertragung erzielt wurde für Zwecke des normalen Rundfunkempfanges in mittleren und großen Räumen, wie auch mit Hilfe besonderer Verstärkungsmittel in Sälen.
Bei einer reinen Wiedergabe des Rundfunks ist es besonders wesentlich, daß die Verstärkung, welche auf die ankommenden Schwingungen wirkt, nicht dazu beiträgt, daß schon, bevor sie den Lautsprecher erreicht haben, eine Verzerrung von Sprache und Musik vorhanden ist. Diese tritt ganz besonders dann ein, wenn man sehr große Lautstärken erzielen will. Um auch für diesen Zweck etwas Brauchbares zu liefern, wurde für den Tefag-Lautsprecher ein besonderer Lautsprechverstärker konstruiert, bei dem trotz bedeutender Verstärkung ein Minimum an Verzerrung erreicht worden ist. Die mit dem Tefag-Lautsprecher in letzter Zeit veranstalteten, umfangreichen Vorführungen haben den Beweis erbracht, daß der Lautsprecher sämtlichen Anforderungen bezüglich Lautstärke und Lautreinheit gerecht wird." [Kohlhauer in: Radio-Amateur 35 1924, 961f.]